Grenzzins

Der Grenzzins oder der marginale Zins beziehungsweise Zinssatz ist die Zinshöhe, welche gerade noch zu wünschenswerten Entscheidungen führt. In der Volkswirtschaft sowie in der Betriebswirtschaft ist der Grenzzins der Zins, welchen Unternehmen für ihre Investitionen zumindest erreichen wollen, damit sie solche zu leisten bereit sind. Wenn die berechnete und zu erwartende Zinshöhe geringer als der Grenzzinssatz ist, nehmen Unternehmen üblicherweise keine weiteren Investitionen vor. In der Geldpolitik bezeichnet der Grenzzins hingegen den bei einem Tenderverfahren niedrigsten Zinssatz, zu welchem eine wenigstens teilweise Bedienung der von Geschäftsbanken angeforderten Gelder durch die zuständige Zentralbank erfolgt, während Gebote unterhalb des Grenzzinssatzes keinerlei Erfüllung finden.

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