Porzellangeld

Porzellangeld ist ein historischer Begriff mit zwei Bedeutungen. Einerseits meinte das Porzellangeld Zuschüsse des Staates an Porzellanmanufakturen, welche eine wirtschaftliche Produktion von Gütern aus dem wertvollen Material ermöglichten. Andererseits bezeichnete der Begriff Porzellangeld Münzen, welche aus Porzellan hergestellt waren. In einer dritten Bedeutung wurden Chips von Spielbanken als Porzellangeld bezeichnet, wenn diese auch als Ersatzzahlungsmittel anerkannt waren. Grund für diese Bezeichnung der Spielchips war, dass sie tatsächlich aus Porzellan produziert wurden, ihre Anerkennung als Zahlungsmittel ist vorwiegend aus Asien belegt. In Deutschland wurde Porzellangeld zu Anfang der 1920er Jahre in Sachsen verwendet und dort von den bekannten Porzellanwerken in Meißen hergestellt.

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