Schwellenland

Ein Schwellenland ist in der Volkswirtschaftslehre ein Staat, welcher sich auf dem Weg von einem Entwicklungsland zu einem entwickelten Land befindet. Dieser Weg ist üblicherweise mit dem Übergang von einer Agrarwirtschaft zu einem Industrieland verbunden. Schwellenländer sind in ihren Merkmalen überwiegend durch eine extrem ungleiche Verteilung des Wohlstandes gekennzeichnet. Das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen eines Schwellenlandes beträgt nach Definition mindestens den Gegenwert von 699 US-Dollar im Jahr. Soziale Kriterien fließen üblicherweise nicht in die Beurteilung eines Landes als Schwellenland ein. Zudem ist die Definition als Schwellenland uneinheitlich; während die Weltbank 2011 sechsundvierzig Staaten als solche definierte, umfasste die entsprechende Liste des IWF einhundertundfünfzig Länder. Eine soziale Kriterien ebenfalls berücksichtigende Liste von Schwellenländern der EU und des BMZ umfasste nur dreißig Staaten; sie wurde auf Grund der internationalen Nichtanerkennung zurückgezogen.

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